Social Media als Seminarbestandteil

Wenn Sie Social Media zu einem Bestandteil Ihres Seminars machen möchten ist klar, dass die Teilnehmer mitmachen müssen:

Ihre Affinität zum Netz muss recht hoch sein und sie müssen das Arbeiten im Netz auch wollen. Es gibt viele Teilnehmende, die nach Seminarende genug haben – da fehlt der Wille sich noch mal ein Stündchen an den Rechner zu setzen. Und das ist auch ok wenn die Teilnehmenden nicht vorher über ‚Heimarbeit‘ informiert wurden.

Wenn Social Media Bestandteil Ihrer Seminare sein soll, so sollte Ihr bisheriges Präsenzkonzept daran angepasst werden und Ihre Teilnehmenden müssen vorab darüber informiert werden. Das macht Ihnen am Anfang natürlich eine Menge Arbeit … es kann sich jedoch lohnen.

Ist Social Media Bestandteil Ihrer Trainings, so werden Sie wahrscheinlich auch die Kommunikationsmöglichkeiten nutzen: mit Blog-Kommentaren, Foren, Gruppen (siehe dazu die entsprechenden Artikel). Sie können gezielt den Austausch untereinander und auch die Beschäftigung mit einem bestimmten Thema (zum Beispiel durch einen provokanten Beitrag in einem Blog) fördern. Oder Sie schaffen im Sprachunterricht Schreibanlässe durch Aufgaben, Fragen etc.

Das bedeutet für Sie jedoch: Online-Moderation von Diskussionen, Pflege der Beiträge, ein Durchsetzen von Standards (wertschätzende Kommunikation – das wird im Netz leicht vergessen; da werden schon mal Sätze / Beiträge rausgehauen, die in der face-to-face Kommunikation nicht gefallen wären). Der Zeitaufwand dafür ist erheblich und wird in der Regel nicht in die Honorarkalkulation eingerechnet.

Der Arbeitsaufwand erhöht sich auch dadurch, dass Diskussionen oft in geschützten Räumen stattfinden, meist so genannte geschlossen Blogs – technisch ist so etwas heute leicht umzusetzen; Kenntnisse brauchen Sie kaum. Aber es braucht viel Zeit für jedes Training einen neuen ‚Raum‘ online einzurichten und zu verwalten.

Selten sind für Trainer/innen in offenen Seminaren Aufträge, in denen da das Preis-Leistungs-Verhältnis noch stimmt.

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