Wikis – mehr als nur ein Lexikon

Die Grundidee von Wikis ist das gemeinsame online-arbeiten. Dafür braucht man eine Software – eine sehr bekannte Software ist MediWikia. Auf ihr beruht die bekannte Enzyklopädie Wikipedia.  Diese Software ermöglicht es, möglichst einfach gemeinsam online Texte zu erstellen und zu verändern, aber auch unterstützende Medien wie Fotos, Videos, Podcasts einzubinden. Sie ist einem ContentManagementSystem ähnlich.
Neben Wikipedia ist auch das GuttenPlag-Wiki recht bekannt geworden – immerhin träger des Grimme Online Award 2011.

Diese Software kann man nun auf einem eigenen (gemieteten) Server installieren oder man nutzt ein vorhandenes Angebot wie http://de.wikia.com/Wikia . Hier kann man ohne Installationsstress ein Wiki erstellen / einstellen

Aber wie kann man das nun für Trainings nutzen?

Na ganz einfach – so, wie sie auch in Unternehmen eingesetzt werden, nämlich zum Wissensmanagement und zur Projektarbeit so kann man auch längere Trainings mit Wikis begleiten.
Wissen kann hier gemeinsam erarbeitet, korrigiert und geteilt werden. Jeder kann (in der Regel) die Texte anderer bearbeiten, ergänzen und korrigieren. Das klingt schrecklich? Nein, denn natürlich spricht man Regeln für die Kommunikation ab und irgendwer (in Seminaren die Trainer) hat natürlich im Zweifelsfall auch erweiterte Administratorenrechte und kann so Beiträge löschen.

Vorteile eines Wikis sind:

  • Gemeinsames, gleichberechtigtes Arbeiten und gemeinschaftliches lösen von Problemen. Ein Wiki zu nutzen ist Teamarbeit vom Feinsten – und dass ohne Hierarchien (das setzt natürlich voraus, dass auch die Trainer ihre mögliche Administratorenrolle nur im äußersten Notfall nutzen und ansonsten gleichberechtigt agieren – ja, das ist ein anderes Trainingsverständnis).
  • Die Versionen der Artikel bleiben erhalten, das heißt, man kann Diskussionen / Veränderungen sehr gut nachverfolgen.  In dieser art werden Wikis zum Wissensmanagement eingesetzt – es geht nichts verloren.
  • Wikis ermöglichen (je nach Installationsumfang) auch die Diskussion von Artikeln. Das bedeutet, wenn ich mit einem Eintrag nicht zufrieden bin, dann überschreibe ich diesen nicht sondern starte eine Diskussion (so kann man übrigens auch Wikipedia super in den Schulunterricht eingliedern … aber das ist ein anderes Thema; hier gibt es ein Seminar von mir dazu)

Anschauen und drüber nachdenken lohnt sich auf jeden Fall. Für längere Trainings, die sich über mehrere Wochen oder gar Monate hinziehen, kann dieses Instrument sicher ein neuer Ansatz des ‚auf dem Laufenden bleiben‘ / ‚dran bleiben‘ sein.

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